Donnerstag, 2. Juni 2011

Kleine Fluchten - Südengland & London

Dieses Jahr wird Vatertag mal etwas anders begangen - eine 4 Tagestour nach Südengland incl. Londonbesuch mit meiner Tochter.

Die Anfahrt nach Calais quer durch Belgien geht zügig voran und so können wir wie geplant die P&O Ferries um 10:23 Uhr nehmen. Wir gehen an Board der "Spirit of Britain", das aktuell größte Fährschiff von P&O über den Ärmelkanal.


Merkt Euch gut das Parkdeck und den Weg dorthin. Nichts ist ärgerlicher als ein Horde wartender Passagiere nur weil ein Depp seinen Wagen nicht wieder findet.



Vorher wird in Veurne, Belgien noch einmal der Tank randvoll gemacht, da die Spritpreise in UK doch deutlich höher sind als auf dem Festland.

Wir lassen Folkestone links liegen aber verlassen kurz danach die Autobahn um am Meer entlang Richtung Dungeness zu fahren. In einem kleiner Ort auf der Strecke ziehen wir uns erst einmal ein paar Britische Pfund aus dem Automaten um für die kommenden Abenteuer das notwendige Kleingeld zu haben.

Es ist so gegen 13:00 Uhr und der Magen knurrt. Nur gut, dass wir Wissen welche Verpflegungsstation wir ansteuern müssen: The Varne Fish Bar Einfach genial der Fish, der sofort an Ort und Stelle verspeist wird.



Gestärkt machen wir uns auf den Weg zum alten Leuchturm in Dugeness. Den Landy parken wir in der Nähe der RH&DR (davon später mehr). Zu Fuß geht es ein paar Stufen nach oben, bis zu einer extrem steilen Passage bis an die frische Luft. Der Wind bläßt ordentlich und die Rundumaussicht ist einfach genial.




















Es lohnt sich etwas mehr Zeit vor Ort zu verbringen und sich die teilweise skurielen Künstlerhäuser und Skulpturen anzusehen.

Wer noch etwas mehr Zeit mitbring kann auch eine Runde mit der RH&DR (Romney, Hythe & Dymchurch Railway) drehen. Die 1927 gegründete Schmalspurbahn wird auch mit Dampflokomotiven befahren.


Wir steuern über Landstraße und nächtliches Quartier an, den Brakes Coppice Park Camping. Ganz ruhig und abgelegen mitten im Grünen sind wir mit dem Dachzelt (mal wieder) DIE Attraktion auf dem Platz.



Dieser Campingplatz ist der ideale Ausgangspunkt für die Highlights des nächsten Tages.

Freitag, 3 Juni 2011

Es steht ein Besuch von Battle an, dort wo am 14. Oktober 1066 in der Schlacht bei Hastings die fanzösischen Normannen ihren ersten Sieg über die Angelsachsen errungen. Uns interessiert weniger die Schlacht als ein Besuch des Städtchens.

Der Parkplatz gleich neben der Battle Abbey bietet sich an um den Landy stehen zu lassen und Battle zu erkunden.



Es gibt wünderschöne Gärten und Hinterhöfe zu entdecken.




Wir stärken uns mit einem zweiten Frühstück vor Ort in der Sonne, bevor die Reise zu Bodiam Castle weitergeht. Der Söldner Sir Edward Dalyngrigge begann 1385 mit dem Bau um seinen Reichtum und seine Macht zu demonstrieren.





Auch Fledermäuse haben hier ihr Zuhause


















Wir lassen den Besuch auf den Wiesen am Kanal ausklingen.

Auf dem Weg zu unserem Übernachtungsziel steuern wir Hampton Court Palace an. Die Gebäude und die Gartenanlage(n) sind faszinierend.

























Um nicht mit dem Landy in die Metropole London fahren zu müssen haben wir uns für einen Campingplatz vor den Toren der Großstadt entschieden und steuern den Camping and Caravan Club Chertsey an.

Der Campingplatz liegt direkt an der Themse. Direkt "nebenan" an der Themse liegt ein Restaurant und auch sonst hat Chertsey weitere Annehmlichkeiten wie Pub oder Supermarkt zu bieten. Den Abend lassen wir bei einer ordentlichen Portion Spagetti mit Pesto ausklingen.

Samstag, 4 Juni 2011

Am nächsten Tag lockt der versprochene Besuch der Metropole London aber uns steht nicht der Sinn nach eine Tour im eigenen Auto.

Von Chertsey Station aus geht es am Samstag früh mit der Eisenbahn direkt in die City von London. Der Bahnhof ist durchaus zu Fuß vom Campingplatz aus erreichbar. South West Trains verbindet Chertsey mit Waterloo Station; entweder direkt oder mit 1x Umsteigen je nach gewählter Verbindung. Ein Ticket kann ganz einfach am Automaten per Kreditkarte gezogen werden.

In London angekommen geht es zuerst ins London SEA LIFE AQUARIUM, da so früh am Morgen die Schlangen noch kurz sind.
























Dann verschaffen wir uns einen Überblick bei einer Sightseeingtour im Doppelstöcker.


























Am Nachmittag geht es dann von Waterloo Station wieder zurück nach Chertsey.

















Wir sind beide etwas geschafft von dem Trubel in der Großstadt und sehnen uns wieder nach etwas mehr grün und Ruhe.



















Sonntag, 5 Juni 2011

Nach einen leckeren Frühstück verstauen wir unsere Sachen und das Dachzelt und fahren über die Autobahn südlich von London zurück nach Dover und von dort mit der Fähre nach Calais und zurück in die Heimat.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Bodenbleche und Türen abdichten

Um den Landy für die anstehenden Flußdurchfahrten auf Island vorzubereiten, habe ich mich für den Einbau von einem neuen Dichtsatz für die Bodengruppe und zeitgleich für die Türeinstiegleisten mit neuer Türdichtung der Firma ENTREQ entschieden. ENTREQ selbst stellt bereits eine gut bebilderte Einbauanleitung für die Türeinstiegleisten als PDF zum Download bereit, die ich durch meine eigenen Erfahrung an dieser Stelle weiter anreichern möchte.

Die Bilder zeigen den Ist-Zustand von meinem Landy aus Mai 2008 zum Zeitpunkt Juli 2011, also nach gut 3 Jahren und mit einer Laufleistung von 61.000 km.

Da der Landy von Hause aus nicht ganz dicht ist und bei Flußdurchfahren leicht Wasser durch die Bodengruppe eindringen kann, soll die Verwendung von Kompressionsband als auch der Einbau von Edelstahlschrauben Abhilfe schaffen. Die Einstiegleisten mit der speziellen Dichtung aus Silikongummi sollen weiter dazu beitragen, dass auch an der Unterkante der Türen kein Wasser von Außen eindringt. So ganz nebenbei machen die Leisten auch optisch ordentlich was her.

Der Ausgangszustand auf der Fahrerseite vorne links vor dem Einbau.


Trotz guter Pflege gammeln einige Stellen und wie wir später sehen werden, haben die vergangenen beiden langen Winter mit viel Streusalzeinsatz an den Schrauben und Unterlegscheiben ihren "Dienst" verrichtet.

Der Zustand hinter dem Fahrersitz.


Die Schrauben unter dem Teppich wurden vom Freundlichen schon mal bearbeitet, allerdings hilft Klarlack nicht besonders viel.

Auch der Fahrerfußraum sieht ganz manierlich aus. Das änder sich jedoch recht schnell, sobald der Teppich entfernt wurde. Dazu die beiden schwarzen Plastikstopfen vorsichtig heraushebeln, um die Buchsen darunter eventuell weiter verwenden zu können. Nach mehrmaligem Herausziehen sind die Buchsen allerdings hin und sollten erneuert werden. Mehr dazu am Ende der Artikels.



Auch der Fußraum der 2. Sitzreihe sieht ganz passabel aus. Manche Schrauben sind vom Freundlichen innerhalb der Garantiezeit mit Klarlack überzogen worden. Die Unterlegscheiben sind aber trotzdem zum großen Teil angegammelt.


Der Teppich im Fahrerfußraum ist entfernt und vereinzelt fallen schon die rostigen Schrauben auf.


Lediglich die Schrauben ohne Blechberührung sehen noch gut aus und könne für einen späteren Einsatz aufgehoben werden. Alle angerosteten Schrauben und Unterlegscheiben werden zur Seite gelegt und anschließend entsorgt (Müll).

Um das Bodenblech der Fahrerseite aus dem Fußraum zu bekommen (und hinterher auch wieder einsetzten zu können), habe ich die 6 markierten Schrauben komplette herausgeschraubt. Die beiden unteren Bodenschrauben werden hinterher durch die mitgelieferten Edelstahlschrauben ersetzt.


Sind alle Schrauben entfernt, kann die schwarze (Getriebe-?)Abdeckung angehoben und das Bodenblech aus dem Fußraum entfernt werden.

Dann ist der Blick nach unten frei.


Für mich war es schon ein beunruhigender Gedanke, dass diese 2,5 mm Alu alles sind, was mich von unten Beschützt.

Ist das Bodenblech raus, sind die anderen Schrauben dran. Dazu werden zwei 10er Schlüssel benötigt. Die Ratsche mit Verlängerung löst die Mutter von untern während ein Schraubendreher mit 10er Nuss von oben kontert. Auch hier hat der Gammel seine Spuren hinterlassen.


Mit dem Kreppband fixiere ich den Teppich und so stört er bei den Arbeiten nicht.

Auch die 3 Schrauben der Gurthalterung werden gelöst.


Zuerst die Schraube an der B-Säule lösen (so hat die Halterung im Langloch Spiel) und dann erst die beiden Bodenschrauben. Beim Einbau der Gurthalterung wird umgekehrt vorgegangen und die Schraube an der B-Säule zum Schluß festgezogen.

Bevor das neue Kompressionsband aufgeblebt wird, sind alle Stellen am Rahmen mit Silikonentfernen von Kleberesten der alten Moosgummidichtung zu reinigen. Dazu habe ich Silikonentferner aus der Malerabteilung eines Baumarktes genommen, der wesentlich preiswerter wie das Gegenstück aus dem Sanitärbereich ist.

Auch wird jedwede überschüssige schwarze Dichtmasse entfernt.

An der A-Säule befindet sich noch eine kleiner schwarzer Blechstreifen, der mit 2 Schrauben direkt am Rahmen befestigt ist. Nach dem Lösen kann auch dort die Verkleidung vorne links weggeklappt werden und erlaubt einen besseren Zugang im Arbeitsbereich.


Auf der Fahrerseite befindet sich an dieser Stelle eine Ausspaarung, durch die Wasser eindringen kann. In Ermangelung von einem zusätzlichen Stück Alublech habe ich einfach Kompressionsband über das Loch geklebt.

Hier sieht man noch die befestigte Schraube von der (Getriebe-?)Abdeckung. Ohne ein Lösen dieser und der weiter oben beschriebenen anderen Schrauben kann die Abdeckung nicht angehoben werden und das Bodenblech nicht wieder eingebaut werden.



Nun kommt die 2. Sitzreihe dran. Auch hier wird der Teppich entfernt, nachdem auf beiden Seiten 2 schwarze Plastikstopfen entfernt wurden.


Der Rest vom vorderen Teppich wird aufgerollt und fixiert und schon sehen ich auch hier die angegriffenen Schrauben und Unterlegscheiben.

Nach dem Lösen aller Bodenschrauben stellte sich mir die Frage, wie ich wohl das Bodenblech am Besten herausbekomme. Ich habe mich dann dazu entschieden, die Gurtaufroller als auch die Türhalterungen darunter auf beiden Seiten zu entfernen. Diese Strategie hat sich im Nachhinein als richtig bewahrheitet.


Um an den Gurtaufroller zu kommen, wir erst einmal die Plastikabedeckung entfernt. Diese ist mit 4 Plastikschrauben und deren Gegenteil in Kunststoffbuchsen am Rahmen befestigt.


Diese Plastikschrauben drehen sich ganz schnell rund und es ist etwas Fingerspitzengefühl beim Lösen gefragt. Sollte sich die eine oder andere Schraube nicht lösen lassen kann die Plastikabdeckung auch mitsamt der Schraube herausgezogen werden. Dann ist ggfs. Ersatz zu beschaffen.


Die Halterung der Türe ist schon entfernt. Die Türe öffnet nun etwas mehr wir 90° und kann die vordere Tür einknicken. An dieser potentiellen Gefahrenstelle in der Nähe der B-Säule vorher einen Lappen oder eine andere Art der Dämpfung unterlegen.


Nachdem die Türhalterungen und Gurtaufroller an beiden Seiten entfernt wurden, kann auch das Bodenblech gelöst werden. Wie schon im Fahrerfußraum wird auch hier der Blick in den "Untergrund" freigegeben.





Anders wie im vorderen Bereich ist hier die Moosgummidichtung nicht am Rahmen sondern am Bodenblech angeklebt. Trotzdem wird auch der Rahmen mit Silikonentferner gereinigt und weitere Dichtungsreste entfernt.

Hier sieht man schön, wie die Dichtung am Bodenblech verläuft. Die schwarze Unterseite kommt übrigens vom Unterbodenschutz. Nach dem Lösen der alten Dichtung werden die Klebereste mit dem Silikonentferner entfernt.



Das war an einigen Stellen extrem aufwändig, da das Bodenblech nicht komplett lackiert und schön glatt war.

Das Bodenblech mit neuem Kompressionsdichtband versehen wird wieder an die ursprüngliche Stelle gelegt und anschließen mit 2 Schrauben in dieser Lage fixiert (allerdings noch nicht fest angezogen).


Es haben sich schon eine Menge unansehnlicher Schrauben und Unterlegscheiben angesammelt. Diese werden alle durch Edelstahlschrauben und -unterlegscheiben ersetzt.


Die vorderen Schrauben sind die langen Schrauben; die hinteren Schrauben sind etwas kürzer.

Zum Vergleich:

- linke Seite = lange Edelstahlschraube
- Mitte = kurze Schraube für die hintere Reihe der Bodenplatte der 2. Sitzreihe
- rechte Seite = original Schraube der hinteren Reihe


vordere Schraubenreihe

hintere Schraubenreihe
Zum Schluß wird noch die Bodenplatte im Beifahrerfußraum entfernt. Es gelten hier die gleichen Anmerkungen wie weiter oben für den Fahrerfußraum.


Da die Pedale hier nicht stören, ist der Aus- und Einbau viel einfacher zu Bewerkstelligen.

Allerdings sieht der Bereich an der Ä-Säule hier deutlich schlimmer aus als auf der Fahrerseite. Der ganze Dichtmasse wird entfernt und nach der Reinigung mit Silikonentferner werden ganz sauber die Streifen vom neuen Kompressionsband verlegt.


Nun werden die neuen Türeinstiegleisten eingepaßt. Alle 4 Leisten sind verschieden und können nicht verwechselt werden.

Die unteren Enden der Türgummies werden gelöst und zur Seite gelegt und dann die neue Einstiegleiste eingepaßt. Wie in der Anleitung von ENTREQ beschrieben, wurde an der Unterseite zunächst Kompressionsband aufgeklebt. Auch diese Stellen haben ich vorher mit Silikonentferner gereinigt.

Die neuen Dichtung aus Silikongummi wird so abgeschnitten, dass sie an A- und B-Säule anstößt. Lieber zu lang wie zu kurz. Dies geht sehr einfach mit einem Seitenschneider.


Die Enden der Türdichtungen bei Bedarf etwas einkürzen und hinter der der neuen Dichtung verschwinden lassen.

ACHTUNG: Bevor jetzt die Tür zugeschlagen wird unbedingt, wie von ENTREQ beschrieben, die alte Türdichtung unten an der Tür selbst entfernen. Dann erst einmal langsam schließen und nachsehen, ob die Nieten an der Türunterseite spielfrei über die neue Edelstahlleiste gehen. Bei mir war genug Luft dazwischen und keine Niete mußte ausgebohrt werden.


Auch an der B-Säule sieht alle gut aus. Reihum werde dann alle neuen Leisten befestigt.

Vor dem Anziehen der Schrauben die Schutzfolie auf den Leisten entfernen. Sitzen die Schrauben erst einmal fest, geht dies nicht mehr so einfach.


Da bei mir ein Großteil der Buchsen (Studs) defekt war, habe ich mir einen kompletten neuen Satz (jeweils 8 Stück) Buchsen und Stopfen bestellt. Nach Angabe meiner Fahrgestellnummer wurden mir die Passenden für kleines Geld zugeschickt.


Um auch die Plastikstopfen gegen eindringendes Wasser abzusichern, habe ich ein kleines Stück Kompressionsband über die Löcher geklebt.


Dann mit einem Schraubendrehen ein kleines rundes Loch in das Kompressionsband reingemacht und die neuen Plastikstopfen eingedrückt bzw. vorsichtig eingeschlagen.



Das Ergebnis kann sich sehen lassen, von Innen und von Außen.




Nachtrag 2013

Der Teppich ist im vorderen und hinteren Fußraum nun nicht mehr drin. Alleine die robusten Gummimatten für den Defender von Land Rover.

Sonntag, 3. August 2008

Landy Treff in Duisburg Walsum

Einmal im Monat findet am Fähranleger in Walsum der Landytreff statt. Ich wollte Gleichgesinnte treffen und mehr über den Landy von Erfahrenen erfahren.