Sonntag, 24. Juni 2018

Fenster auf, Fenster zu, Fenster bleibt zu

Der elektrische Fensterheber auf der Fahrerseite wollte nicht mehr so wie ich. Erst nicht mehr, wenn die Türe offen war aber mittlerweile gar nicht mehr. Ich vermutete einen Kabelbruch an der Stelle, wo das Kabel aus der A-Säule austritt und in die Türe übergeht.

Und so war es auch. Das etwas dickere rote Kabel war schon gut in Mitleidenschaft gezogen, das blaue Kabel gleicher Stärke schon komplett durchtrennt.


Um die Kabelenden wieder miteinander zu verbinden habe ich die Gummitülle nach oben geschoben und mit einem Kabelbinder fixiert.


Dann die Kabel sauber abgeschnitten und abisoliert und die beiden Enden mittels einer Quetschverbindung wieder miteinander verbunden.

Um an die Kabel vernünftig heranzukommen habe ich vorher die Türverkleidung entfernt.

Samstag, 23. Juni 2018

Scheibenwischer bleibt stehen

Es fing erst ganz harmlos an und der Scheibenwischer blieb hin und wieder mal stehen. Erst nur im Intervallbetrieb, dann auch im normalen Dauerbetrieb.

Ich hatte zwei Teile im Auge, denen ich eine solche Fehlfunktion zuschrieb:

  • das nachträglich eingebaute Relais "99" von VW, mit dem ich ein programmierbares Wischerintervall realisiert habe
  • die Schaltereinheit rechts an der Lenksäule, die für die Ansteuerung verantwortlich ist
Also erst einmal die preiswertere Alternative in Angriff genommen und das Relais ausgetauscht. Diesmal habe ich allerdings kein gebrauchtes VW Relais genommen sondern von Herth+Buss das elektronische Wisch-Wasch-Intervallrelais 75614115. Leider ohne nennenswerten Erfolg.

Die Schaltereinheit an der Lenksäule war es leider auch nicht und so habe ich die Kenner der Szene mittels Video befragt.


Ich habe dann sehr schnell den Tipp bekommen, dass der Endlagenschalter LR057182 defekt sein kann. Dieser sitzt auf dem Scheibenwischermotor, rechte Seite hinter dem Armaturenbrett.

Mit viele Muße und Zeit ausgestattet ging ich heute früh ans Werk. Also erst einmal die Schrauben vom Armaturenbrett entfernt, die Mittelkonsole mit Radio etc. herausgezogen um genug Spielraum zu haben.



So richtig viel Spielraum ist dort nicht vorhanden und so habe ich noch den Lüftungskanal in Schalternähe entfernt. Mit einem Schlitzschraubendreher habe ich den Schalter vorsichtig nach oben gehebelt.


Dann mit einer Spitzzange die Kabel auf der rechten Seite gelöst aber vorher noch schnell ein Foto gemacht, damit ich die Kabel nachher auch wieder richtig verbinde.


Der Kontakt ließ sich mit etwas Friemelei vom Stecker trennen. Den neuen Kontakt habe ich dann zuerst auf den Stecker geschoben, dann den Kontakt von oben wieder am Wischermotor befestigt und mit der Spitzzange die Kabel auf die Kabelschuhe geschoben.

Vor dem Zusammenbau schnell ein Test und tatsächlich, jetzt funktionierte der Scheibenwischer sowohl im Dauer- als auch im Intervallbetrieb wieder einwandfrei.

Sonntag, 10. Juni 2018

Sonjas 9. Fernwehtreffen am Niederrhein

Sonja hatte gerufen und wir sind gefolgt. Wie auch schon die vergangenen Jahre hat sich unser Freundeskreis erneut in Weeze getroffen um ein paar schöne Tage miteinander zu verbringen und die Saison zu eröffnen.

In dem großzügigen, gräflichen Park ist es egal, ob die Fahrzeuge nun EURO-6 erfüllen oder nicht. Die automobile Randgruppe reist mit Fahrzeugen aller Couleur zwischen Fein- und Grobstaub an.


Das Wetter hat mitgespielt aber die erste Nacht war doch etwas frisch mit Temperaturen um oder leicht unterhalb vom Gefrierpunkt.

Dirk war mit seinem Hanomag vorgefahren und hatte den Claim abgesteckt, den Grill aufgebaut und das Sonnensegel gespannt. Mark und Betti haben die Foxwing nebenan ausgebreitet und so war alles gut für einen eventuellen Regen vorbereitet.


Der Grillmeister und die Köche hatten erneut alles im Griff und so schlemmten wir uns alle durch das lange Wochenende und ein jeder probierte von den mitgebrachten Köstlichkeiten des Anderen.

Da die Natur an diesem Wochenende locker 3 Wochen im Vergleich zum letzen Jahr zurück war, haben wir uns die blühende Pracht selbst mitgebracht.




Aber auch Kräuter wurden gesichtet.



Die Bandbreite der Fahrzeuge reichte von mitgebrachtem Wüstensand bis hochglanzpoliert.



Wie üblich, stand das Quatschen und Töttern von und über das Erlebte und Geplante im Vordergrund und so manche gesellige Runde wurde auf dem Gelände gesichtet.


Aber nicht jeder war für ein Foto oder Schnack zu haben.


Für die Schönheit wurde auch gesorgt. Mensch, was für ein Hundeleben!


Und wie immer gab es viel zu sehen und zu entdecken. Im Kleinen wie auch im Großen.










Ein besonderes Augenmerk galt dieses Jahr den Fahrzeugen bis 7,5 to und ehemaligen Feuerwehrfahrzeugen, da wir ja auch an unserem VW-MAN G90 arbeiten und viele praktische Tipps sammeln.





Also dann bis nächstes Jahr im April in Weeze.

Freitag, 20. April 2018

Ein kleinerer Zündschlüssel muss her

Ich war schon immer ganz neidisch auf den kompakten Zündschlüssel vom TD5 und so habe ich mich auf die Suche begeben.

Der Britpart-Rohling CWE500390 war nicht die richtige Lösung, da der Schlüsselbart ein leicht anderes Profil aufweist. Der Schlüsselprofi Müller in Neuss hat aber sehr dicke Bücher und er findet den passenden Rohling: ein LF10P von der Firma Silca aus Velbert.

Ich lasse mir direkt 2 Stück anfertigen und beide funktionieren einwandfrei.




Mittwoch, 18. April 2018

Kleine Fluchten - Vatertagsausflug Südengland & London

Vier Tage am Stück frei und noch kein Ziel vor Augen? Ich empfehle dann, dem Landy seine Heimat zu zeigen.

Ich habe das mit meinen beiden Töchtern jeweils separat gemacht und sie haben es genossen. Jede von den beiden hat etwas andere Interessen und somit fällt das Programm in London etwas anders aus. Doch der Reihe nach.

Die Anreise nach Calais ist vom Niederrhein in gut 4 Stunden zu schaffen. Entweder die nördliche Route durch Holland und an Antwerpen vorbei oder die südliche Route um Brüssel herum. In Gent stoßen beide Strecken wieder aufeinander und dann an der belgischen und französischen Küste Richtung Calais.


Vor der Überfahrt wird in Calais noch schnell vollgetankt. Die Tankstelle vom Intermarché liegt günstig und die Supermarkt-Dieselpreise liegen immer einige Cent unter denen der Markentankstellen. Durch den ungünstigen Wechselkurs ist der Diesel in England nicht so günstig zu bekommen wie auf dem Festland.

Landy bedeutet ja auch Abenteuer und somit scheidet der Eurotunnel aus und wir nehmen die Fähre. P&O Ferries verkehrt regelmäßig und wenn Vater eine Fähre verpasst, wird einfach die nächste genommen (sofern noch Plätze frei sind).

Beispielpreis für Vatertag 2016 (Stand 18.02.2016)
Das DFDS Ticket ist mit 200 € deutlich teurer, wobei auch schon eine Fähre später deutlich teurer werden kann.

Das Ticket habe ich vorher über https://www.adac.de/reise_freizeit/reiseangebote/faehren/oceans24_ohne.aspx gebucht und das Einchecken ist keinerlei Problem. Die Töchter übernehmen jeweils die Kommunikation durch das Fenster der Beifahrerseite. Uns wird eine Wartereihe zugewiesen und wir befestigen den ausgehändigten Zettel am Innenspiegel. Nun gilt es nur noch die richtige Warteschlange zu finden.


Die Auffahrt auf die Fähre gestaltet sich problemlos. Einzig die Parkposition und den Zugang dazu sollte Vater sich merken. Es gibt nichts dämlicheres als das viele Fahrzeuge auf einen warten müssen, was aber immer wieder vorkommt.



Die Zeit an Board vertreiben wir uns u.a. im Duty Free Shop. Die 5 kg Toblerone lassen wir allerdings im Regal liegen.


Dover kommt in Sicht und mit dem Hafen auch die typischen Kreidefelsen der englischen Küste. Eine Ansage weisst uns darauf hin, dass wir zurück zum Landy dürfen. Vater bereitet sich innerlich auf den Linksverkehr vor und Tochter ist schon ganz gespannt, ein neues Land zu betreten. Es ist ja nach Deutschland, Holland, Belgien und Frankreich bereits das fünfte Land am noch jungen Donnerstag.


Der Linksverkehr ist wirklich nicht so kompliziert und da Vater ja den Landy kennt, kann er sich voll und ganz auf den Verkehr und die Ansagen aus dem Navi konzentrieren.

Es geht erneut durch die Grenzkontrolle und dann ein wenig durch Dover auf einer 2-spurigen Straße. Vater nimmt die linke Spur und schwingt den Landy durch einen Kreisverkehr nach dem Anderen. Nach 10 Minuten  habe ich Routine darin und fühle mich sehr wohl.

Es geht über die A20 und M20 vorbei an Folkestone und Hythe Richtung New Romney und unser erstes Etappenziel ist The Varne Fish Bar in Romney Marsh. Wir müssen uns beeilen, macht der Laden doch am 14 Uhr eine Mittagspause.

Die Portionen sind reichlich und gut und wer keinen Essig auf dem Fisch mag, sollte dann "without vinegar" bestellen.


Gut gestärkt geht es weiter der Küste entlang nach Dungeness. Die Attraktionen vor Ort sind die Schmalspureisenbahn Romney Hythe & Dymchurch Railway, The Old Light House mit der tollen Aussicht und dem blitzblank polierten Messing Handlauf, aber auch das Piratendorf selbst.




Nach einem leckeren Eisbecher am Fuße des Leuchtturms fahren wir gemütlich über kleine Straßen Richtung erste Übernachtung auf einem englischen Campingplatz.


Nach so viel Programm sind wir beide dann froh, am späten Nachmittag auf dem Campingplatz Brakes Coppice Park zu landen. Wir richten uns häuslich ein, packen die Küchenutensilien aus und los geht es mit Nudeln und Pesto. Tochter darf Vater mein Spülen unterstützen und dafür zeitig im Dachzelt verschwinden und die Aussicht genießen. Wie so oft sind wir in der englischen Landy Heimat mit unseren Dachzelt ein Exot und Vater lernt viele freundliche Engländer kennen und darf viel erklären.



Die Aufregung des Tages läßt uns zeitig in den Schlafsäcken verschwinden und herrlich schlafen.

Den Freitag Morgen beginnen wir mit einem ausgiebigen Frühstück. Nachdem alles Sachen wieder reisefertig verstaut sind, geht es weiter Richtung London. Auf dem Weg dorthin gibt es erneut viele Besichtigungsmöglichkeiten:











aber auch Schlösser und Gärten am Stadtrand von London:

- Hampton Court Palace
- Hampton Court Palace Gardens









In die City von London wollen wir nicht mit dem Landy fahren uns so steuern wir den nächsten Campingplatz Chertsey Camping and Caravanning Club Site an, der in der Nähe einen Bahnhof hat. Der Platz liegt direkt an der Themse, das nahe gelegene The Bridge Hotel & Boat House Restaurant bietet sich für ein leckeres Bierchen an. 

Im ortsansässigen Sainsbury's locken die riesigen Chipstüten und Vater die wohlschmeckenden Biere aus der Dose. Das Abendessen bereiten Vater und Tochter gemeinsam zu und verschwinden erneut zeitig in der Koje. Am kommenden Samstagmorgen will schließlich die Metropole London erkundet werden.




Zur Anreise nach London nehmen wird den Zug der South West Trains, der uns direkt nach Waterloo Station bringt. Die Tickets kaufen wir am Automaten, die Bezahlung erfolgt ganz bequem per Kreditkarte.



Von Waterloo Station gehen wir zu Fuß Richtung Themse und besteigen dort einen der klassischen Doppeldeckerbusse zur Sightseeing Tour. Diese gibt uns einen schönen  Über- und Einblick in die Stadt. Größere Stecken legen wir dann mit der Tube zurück und können so die Highlights schnell erreichen.








Je nachdem, welche und wie viele Sehenswürdigkeiten besucht werden sollen, empfiehlt sich der London Pass.



Am Themse Ufer tummeln sich viele Gaukler, die ihre Kunststücke zum Besten geben. Von dort sind auch das London Eye und das SEA LIFE London Aquarium zu erreichen.








Tipp: manche Highlights sind sehr gefragt und die Warteschlangen lang. Also früh raus und/oder Karten im Vorfeld reservieren.

Fix und alle und voller neuer Eindrücke geht es mit der Bahn zurück zum Campingplatz. Nach dem Essen fallen wir müde in die Falle.

Es ist Sonntag und leider schon der Tag der Rückreise. Das Navi lotst uns sicher über die Autobahnen südlich um London herum Richtung Dover. Da die Zeitdifferenz auf der Rückfahrt über den Ärmelkanal nicht zu unserem Vorteil ist, wollen wir eine Fähre vor oder um 12 Uhr erreichen. Der Check-in auf englischer Seite ist genauso problemlos wie in Frankreich und nach dem Einlaufen in Calais gewöhnt sich Vater auch ganz schnell wieder ab den Rechtsverkehr.

Über Brüssel und Lüttich erreichen wir bei Aachen  die deutsche Grenze und sind 60 Minuten später wieder zu Hause angekommen.

Hinter uns liegen vier wunderbare Vater-Tochter-Tage und vor uns Büro und Schule am nächsten Morgen.