Samstag, 17. Februar 2018

Automatische Frostschutzpumpe

Beim Studium der Betriebsanleitung sind uns ein paar Dinge aufgefallen, die es jetzt im Winter zu überprüfen gilt.

Heute haben wir uns der Frostschutzpumpe angenommen, die ein Bestandteil der Druckluftanlage ist. An unserem MAN ist eine automatische Frostschutzpumpe verbaut, die keinen manuellen Eingriff und eine Umstellung auf Sommer- oder Winterbetrieb benötigt. Der durchsichtige 0,5 l Behälter sieht aber nicht so aus, als ob er gefüllt wäre.


Einer der Vorteile vom LKW gegenüber einem PKW ist, dass Mann aufrecht unter dem MAN sitzen kann. Also wird der Deckel abgeschraubt, das Sieb herausgenommen und mit der Taschenlampe in den Behälter geleuchtet. Und wirklich, der Behälter ist komplett trocken.

Gemäß der MAN Wartungsempfehlung gehören bei den jetzigen Temperaturen "Sommerbetrieb über - 5° C" Frost- und Korrosionsschutz gemäß Spezifikation MAN 324 in den Behälter. Dieses bekommen wir beim freundlichen MAN Servicebetrieb um die Ecke in die selbst mitgebrachte 1/2 l Flasche aus dem Fass abgefüllt.


Der gefüllte Behälter, in den allerdings nicht ganz 0,5 l Flüssigkeit passen, macht schon einen ganz anderen Eindruck.

Montag, 12. Februar 2018

Keswick Tours 2.0 - MAN G 90 8.150 FAE

Nach vielen ausgiebigen Reisen und Treffen sind in unseren Köpfen so ein paar Dinge herangereift, wie wir in Zukunft gerne reisen wollen:

  • ein festes Bett
  • eine Sitzgelegenheit drinnen bei widrigem Wetter
  • ein WC
  • eine Kochgelegenheit drinnen

Nach einigem hin und her sind wir dann zu dem Entschluss gekommen, unsere Ansprüche mit einem kleinen LKW zu realisieren, der maximal 2,20-2,30 m breit sein und reisefertig unter 7,49 Tonnen wiegen soll.

Über den Unimog U 1300 L, den Renault TRM 2000 und die Iveco 75-16/90-16 sind wir dann auf ein Fahrzeug aus der Arbeitsgemeinschaft VW-MAN gestoßen: den G 90!

Den G 90 gibt es in einer 136 und 150 PS Variante mit Radständen von 3,10 und 3,50 m und auch mit Allrad-Antrieb. Wahlweise in unterschiedlichen Ausführungen vom dänischen Militär oder mit Einzel- oder Doppelkabine als ehemaliges Feuerwehrfahrzeug.

Nachdem wir Brigitte und Peter, alias Donnerlaster.de, 2016 auf einem Treffen kennengelernt hatten und wir von deren MAN G 90 total begeistert waren, begaben wir uns auf die Suche. Nicht das die Zeit drängte aber Preise explodierten in manchen Bereiche und gerade die Fahrzeuge mit dem 150 PS Motor gibt es nicht wie Sand am Meer.

Nach einem schönen Urlaub in den Pyrenäen stolperte ich plötzlich über einen MAN G 90, dessen Allradantrieb doch sehr in den Tiefen der Anzeige versteckt war. Auch war mir der Anbieter Spoerer Spezialfahrzeuge bisher nicht aufgefallen und so waren wir mehr als erfreut, diesen Fund gemacht zu haben.



Wir verabredeten uns mit Andreas für einen Samstag im Oktober 2017 im Harz und fuhren noch am Vorabend gegen 19:00 Uhr los. Übernachtet wurde im Landy auf dem Firmengelände, wo wir im Dunkeln zwischen einer Menge von Feuerwehrfahrzeugen standen.

Den nächsten Morgen starteten wir mit einem Frühstück im Nachbarort und zum verabredeten Zeitpunkt war es dann so weit. Wir sahen uns den MAN ausgiebig von allen Seiten und auch von unten an, kippten das Fahrerhaus nach vorne und machten eine Probefahrt. Der MAN aus dem Baujahr 1993 mit 13.000 km auf dem Tacho machte einen wirklich guten Eindruck und voller Eindrücke treten wir die Rückfahrt an.

Es dauert keine Woche, bis wir Andreas unser Kaufinteresse signalisierten. Wir einigten uns schnell auf den Preis und das Abholdatum ab Januar 2018. Bei der Zulassung im Rhein-Kreis-Neuss gab es dann allerdings ein Problem und der MAN musste ein ganz klein wenig abgerüstet werden, um nach § 21 StVZO in den Genuss der Betriebserlaubnis für ein Gebrauchtfahrzeug zu kommen. Das Spoerer-Team hatte diese Aufgabe mit Bravour gelöst und der TÜV Nord die entsprechenden Unterlagen erstellt. Danach klappte es auch mit der Zulassung als "LKW KASTEN GESCHLOSSEN".

Als der ganze Papierkram dann endlich erledigt war, packten wir Nummernschilder und Proviant in den Rucksack und machten uns auf den Weg in den Harz. Aufstehen um 03:00 Uhr, Zugabfahrt 04:36 Uhr, Umsteigen in Köln, Frankfurt/Main, Göttingen und Northeim und Ankunft um 09:36 Uhr im winterlichen Harz. Wir wurden am Bahnhof von Andreas und seiner Frau abgeholt und fuhren zur Halle, in der der MAN trocken und warm stand. Die Nummernschilder wurden montiert und die Schlüssel feierlich übergeben. Dann rollten wir vom Hof und ich durfte nach ein paar Jahrzehnten der Abstinenz die ersten Kilometer wieder mal LKW fahren.




Ich musste mich erst an die Schaltung gewöhnen und auch Gas geben und Bremsen läuft etwas anders ab. Der MAN ist sehr übersichtlich, Lenkung und Straßenlage einwandfrei und da die Straßen vom Schnee geräumt waren, fand ich mich schon bald ganz gut zurecht.


Nach dem Fahrerwechsel fing ich mit dem Studium der Bordunterlagen an:

  • Betriebsanleitung - Frontlenker Leichte Reihe - G 90
  • Technische Daten - Frontlenker Leichte Reihe - G 90
  • Wartunsgempfehlungen Nutzfahrzeuge

Mir wurde schnell klar: der LKW ist in vielen Bereichen doch komplexer als ein PKW aber das wird schon. Wir haben ja Zeit und ab nun gilt noch mehr das Motto: Mehr reisen als rasen.

Danke an Andreas und sein Team für die ganzen Sonderlocken.