Sonntag, 20. Oktober 2013

2013 - Pyrenäen

Nach der Pyrenäen Tour im Oktober 2012 haben mich die Berge auch dieses Jahr wieder in ihren Bann gezogen haben. Die ganze Tour hatte eine Reiselänge von 4.150 km; da liegen die Alpen doch deutlich näher. Die Anreise erfolgte diesmal gegen den Uhrzeigersinn entlang die Atlantikküste, da ich mir unbedingt die Dune du Pyla ansehen wollte.



Die Strecke im Einzelnen:

  • Fécamp (Camping Domaine de Reneville, ein Terassencamping direkt am Meer gelegen. Nachts hört mach schön das Meer rauschen).
  • St Marcan beim Mont Saint Michel (Camping Du Balcon de la Baie, nur Wiese, einen Pool und viele Bäume mit Esskastanien). Gegen 9 Uhr kommt eine Frau mit dem Bäckerwagen vorbei. Durch den Sturm fielen die ganze Nacht die Kastanien von den Bäumen und ich hatte mir abends welche in der Pfanne warm gemacht (wie auf dem Weihnachtsmarkt).
  • Die Insel Île de Ré vor La Rochelle (Camping Essi). 8 € Maut über die Brücke bei der Einreise. Die allermeisten Campingplätze hatten schon zu. Essi bietet direkten Zugang zum Strand und in der Nacht war es so stürmisch, dass ich schon dachte ich fliege mitsamt Landy und Dachzelt davon (wie auf Island).
  • Dune du Pyla bei Arcachon (Camping La Foret). Auch hier war die Auswahl an offenen Campingplätzen sehr bescheiden und La Foret mit 22,10 € auch doppelt so teuer wie die anderen bis dato.
  • Dann folgte weiter südlich ein kurzer Ausritt durch den Wald, der im Herbst für Autos geöffnet ist. Wikiloc Details.
  • Die wirkliche erste Bergtour führte auf 1.088m Höhe und führte mich durch Spanien zurück nach Frankreich. Wikiloc Details.
    Die Temperaturen lagen so um die 20°C und somit war es recht angenehm für die zweite Oktoberhälfte. Ein blauer, fast wolkenloser Himmel verwöhnte mich ebenfalls wie die fast menschenleere Gegend. Alleine Pilzsammler und Jäger waren in größerer Anzahl in den Wäldern anzutreffen.
  • Am nächsten morgen ging es wieder Richtung Süden nach Spanien. Wikiloc Details. Genächtigt wurde bei Espinal auf dem Camping Urrobi mit kostenlosem WiFi Zugang. Ein Bäcker neben der Rezeption offerierte frisches Brot am Morgen und eine Tankstelle liegt auch in unmittelbarer Nachbarschaft.
  • Die Etappe vom nächsten Tag war mit 218 km schon etwas länger und es ging in Spanien weiter in süd-östliche Richtung. Wikiloc Details.
    Als das Popometer in den roten Bereich ging und sich ein großer Abhang zur rechten Seite auftat kehrte ich um und steurte noch den ehemaligen Bahnhof "Estación Internacional de Canfranc" an, der mir im vergangenen Jahr entgangen war. Mit fast 250m Länge ist das Empfangsgebäude ein wirklich imposantes Bauwerk und wirkt heute etwas deplatziert. Führungen finden im Herbst um 16:00 Uhr statt. Das Tagesziel war Camping Gavin beim gleichnamigen Ort. Knapp unter 20 € die Nacht aber dafür schon fast eine luxuriöse Sanitäreinrichtung.
  • Der Odesa Nationalpark verwöhnte mit neuen Strecken am nächsten Tag. Die Parkplätze für die Wanderer waren schnell überlaufen und das Tal wurde für den Autoverkehr gesperrt. Wikiloc Details. Den Abend verbrachte ich auf einem kleinen Farmcamping Caserío SAN MARCIAL mit ganzen 11 Plätzen, strategisch sehr gut aber trotzdem ruhig oberhalb der A-138 gelegen.
  • Auch am nächsten Tag lockten wieder neue Touren durch das Val de Arán. Wikiloc Details. Der Fluß La Garona muß allerdings seit dem letzten Jahr ganz heftig gewütet haben, da sehr viele Kurven neu gemacht waren und wurden und immer noch sehr viel Gröll in der Gegend lag. Eine nette Abwechslung bot die lokale Feuerwehr in Vielha, die einen wirklich alten Santana Landy zur Wache schleppten. Den Camping Vall D'ANEU kannte ich schon vom letzten Jahr und er stellte sich als idealer Ausgangspunkt für den nächsten Tag heraus.
  • Auf 2.300m ging es am kommenden Tag. Wikiloc Details. Die Strecken von diesem Tag sind zweifelsohne ein Highlight der Tour! Zum Abschluß des Tages führte mich die Tour über Tor nach Andorra, wo auch hier mit dem Camping Xixerella ein alter Bekannter zu gehobenen Preisen einlud, die Nacht zu verbringen. Am besten die Tour so planen, dass mann mit leerem Tank in Andorra ankommt und für kostengünstige 1,139€/L volltanken kann.
  • Ein weiteres Streckenhighlight sollte heute folgen, nachdem mich ein vor Ort tätiger Vermessungstechniker auf die Strecke Richtung Antenne aufmerksam gemacht hatte. Nachdem man auf über 2.600m gefahren ist und die Antenne passiert hat ergibt sich nach wenigen Metern ein sagenhafter Blick auf Andorra. Die Strecke hat es allerdings in sich und Untersetzung und Differential waren im Einsatz (dafür sind sie ja auch da). Wikiloc Details.

Neben einer abgerissenen Spritzlappenhalterung und einer defekten Scheinwerferbirne gab es keine Auffälligkeiten am Landy. Ich denke, ich habe es mit der Fahrerei ein wenig übertrieben und war hinterher heilfroh, auf dem leise säuselnden Asphalt nach Hause zu gleiten. Die Tour war prima und die Pisten laden ein besucht zu werden. Wenn da nicht immer die lange Anreise wäre.

Zum Thema Navigation: Garmin nüvi + 7" Android Tablet haben sich prima ergänzt. Die grauen Strecken des Pyrenäen Landkarte aus dem Reise Know-How Verlag sind die anzustrebenden Strecken.

Ach ja, und die Fotos: Folgt einfach dem Link. Bei Fragen einfach fragen. Ich lehne mich nun jetzt zurück und genieße die Eindrücke bis zur nächsten Tour.

Kommentare:

  1. Hallo,
    Also Deine Reiseberichte sind wirklich Gut und Super gemacht !
    Vor allem die Infos zu Strecken und CP ... auch zu Karten und der Navigation ...Super

    Vielen Lieben Dank dafür

    Gruß Ralf

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    1. Hallo Ralf,
      freut mich, wenn es Dir gefällt. Es ist halt eine Passion von mir.

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